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Bericht vom Bundesfreiwilligendienst an der HRS Saterland
Mein Einsatz als Bundesfreiwilligendienstleistender
Seit dem Schuljahresbeginn 2018/2019 bin ich als
Bundesfreiwilligendienstleistender mit dem Schwerpunkt Sport an der Haupt- und
Realschule Saterland tätig.
Nach dem Abitur brauchte ich noch ein wenig
Orientierungszeit für meinen weiteren beruflichen Weg. So hatte ich gelesen und
gehört, dass die Schule jemanden für diesen Bereich sucht, habe mich beworben
und die Stelle bekommen.
Gleich zu Beginn durfte ich zwei sechste Klassen auf der
Klassenfahrt nach Goslar begleiten, was mich zum einen an meine eigenen Fahrten
erinnerte, zum anderen wurde mir ganz schnell bewusst, dass ich diesmal auf der
anderen Seite stand. Ich gehörte nun zu denjenigen, die sich in die Situation
der Schülerinnen und Schüler hineinversetzen musste, um ihre Probleme zu
verstehen und mit Ihnen gemeinsam eine Lösung für ihre Probleme zu finden. Vor
allem hatte ich für diese Kinder Verantwortung zu übernehmen und musste ihnen
als zuverlässiger Ansprechpartner zu Seite stehen. Hier wurde ich
selbstverständlich durch die Lehrkräfte unterstützt.
Ich habe mich weiterhin nach einer kleinen
Eingewöhnungszeit oft eigenständig und selbstverantwortlich um eine Klasse gekümmert
und auch mal Aufgaben für die Schüler/innen herausgesucht, wenn mal eine
Lehrkraft kurzfristig ausfiel. Wenn mir dabei zunächst nichts Passendes
eingefallen ist, konnte ich entweder meinen Mentor oder andere Lehrkräfte
ansprechen und diese um Hilfe bitten.
Weiterhin konnte ich in zahlreichen Situationen der
Schulassistentin oder den Lehrkräften bei organisatorischen Dingen unter die
Arme greifen, sei es beim Kopieren oder bei der Vorbereitung von
Veranstaltungen, hier insbesondere auch sportlichen Veranstaltungen, zu helfen
oder bei der Schulbuchausleihe.
Am meisten Spaß haben mir aber die Sport- und
Schwimmstunden, sowie die AG’s am Nachmittag gemacht, da ich mich meistens
ebenfalls sportlich betätigen konnte und die Arbeit mit den Schülern und
Schülerinnen mir sehr gefallen hat.
Neben den Stunden direkt an der Schule habe ich auch am
Seminar des ASC Göttingen zum Erwerb der Trainer C-Lizenz Breitenfußball
teilgenommen. Dabei lernte ich neben Trainingsmethoden zu den verschiedenen
Altersklassen aber auch einiges über den Umgang mit den Kindern und
Jugendlichen in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Das wiederum konnte
ich gleich in der Schule anwenden und hilft mir auch im privaten Bereich als
Trainer in unserem Fußballverein.
Auch wenn ich mich inzwischen dazu entschieden habe,
nicht Lehrer zu werden, hat diese Zeit doch sehr viel für mich gebracht.
Die vergangenen Monate haben mich offener im Umgang mit
neuen Menschen gemacht, seien es nun die neuen Kollegen, die fast 700
Schüler/innen auf der
Haupt- und Realschule Saterland oder die anderen
Seminarteilnehmer, mit denen man zum Großteil 25 Tage verbringt bzw. sogar ein
Zimmer teilt. Gerade im schulischen Bereich ist Kommunikation und das
aufeinander Zugehen ein ganz wesentlicher Aspekt für eine erfolgreiche Arbeit.
Weiterhin denke ich, dass der Bundesfreiwilligendienst
mich deutlich selbstbewusster gemacht hat, sodass ich sehr gestärkt und mit
zunehmendem Selbstvertrauen meine zukünftigen Aufgaben bewältigen werde.
Alles in allem kann ich anderen jungen Menschen, die
vielleicht noch nicht genau wissen, was sie machen wollen, die eventuell ein
Lehramtstudium in Betracht ziehen oder ihre Zukunft möglicherweise im sozialen
Bereich sehen, ein Bundesfreiwilligendienst im Sport besonders in der Schule sehr
empfehlen.
Zusammenfassend kann ich
sagen, dass mir der Bundesfreiwilligendienst persönlich sehr viel gebracht hat.
Ich konnte in dieser Zeit sehr viele neue Erfahrungen sammeln, die besonders in
der Zukunft für mich nützlich sein könnten.




